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WEBDESIGN - AUSBILDUNG, EINSTIEG & KARRIERE ALS WEBDESIGNER

Eine der wohl häufigsten Fragen, die man im Alter von 8 bis 18 zu hören bekommt, ist: „Was willst du später eigentlich mal werden?“ In der Tat ist das wohl eine der Fragen, die einem im Leben mit am meisten Kopfzerbrechen bereitet. Kann man sich in jungen Jahren noch mit charmanten Träumen vom Abenteurer-Dasein hinausreden, wird das mit der Zeit immer schwieriger – will man selbst doch auch endlich den einen, den richtigen Berufsweg für sich finden.

Eine Antwort, die bei solchen Selbstfindungsprozessen in unserer Zeit wohl überdimensional häufig fällt, ist das allseits bekannte „irgendwas mit Medien“. Doch sind „die Medien“ groß und die eigene Vorstellung eher vage, deshalb habe ich mir gedacht, ein Berufsfeld vorzustellen, das „irgendwas mit Medien“ zu tun hat, vom Abenteurer-Dasein gar nicht mal so weit entfernt ist und mir als Digital Native ganz besonders am Herzen liegt: Der Beruf des Webdesigners.

Webdesign – Das Tätigkeitsfeld im Überblick

Webdesigner – klingt wichtig, ist ja schließlich auch auf Englisch. Aber was steckt dahinter? Was macht ein Webdesigner den ganzen Tag, außer eben im Web zu surfen? Die Tätigkeitsbeschreibung liegt eigentlich schon im Namen, der Webdesigner designt das Web, im Speziellen Internet-Auftritte und andere multimediale Anwendungen.

Er (oder sie!) betreut die Webseite des Kunden von Anfang an: Setzt die Stilrichtung für das Webdesign fest, erstellt darauf aufbauend das Grundgerüst („Wireframes“) der Seite mit sämtlichen Navigationshierarchien und stattet die Webseite mit Bildern, Grafiken, Animationen und sämtlichen anderen Gimmicks aus. Die Konzeption, grafische Gestaltung und Benutzerführung einer Website liegen also in der Hand des Webdesigners.

Kompetenzen und Fähigkeiten – Was muss ein Webdesigner mitbringen?

Als künstlerisch-technischer Berufszweig spielen Kreativität und PC-Kenntnisse für einen Webdesigner natürlich eine große Rolle. Adobe Photoshop, Adobe Illustrator, Macromedia Flash, HTML/HTML 5, CSS Javascript, Ruby on Rails und PHP gehören zu den technischen Kenntnissen, die ein Webdesigner für seine Tätigkeit beherrschen sollte.

Doch auch die sogenannten ‚Soft Skills‘ dürfen nicht fehlen: Allen voran kommunikative Fähigkeiten, denn egal ob mit dem Kunden oder mit dem eigenen Team, effiziente Kommunikation ist für das Gelingen von Projekten unabdinglich. Englischkenntnisse sind für das Verstehen von technischen, englischsprachigen Texten auch von Bedeutung. Auch muss eine Bereitschaft zum lebenslangen Lernen gegeben sein, denn das World Wide Web schläft nicht und entwickelt sich rasant weiter.

Webdesigner Ausbildung? Webdesign Studium? Wie werde ich Webdesigner?

Den einen Weg zum Webdesigner gibt es eigentlich gar nicht. Denn die Bezeichnung „Webdesigner“ ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz keine gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung. Das heißt, dass sich theoretisch jeder Webdesigner nennen könnte (praktisch gibt es da aber einige Regelungen, die den Gebrauch einschränken). Es heißt aber nicht, dass es keine Webdesigner Ausbildung bzw. kein Webdesign Studium gibt, es heißt nur, das viele Wege nach Rom bzw. ins Web führen.

Webdesign: Ausbildung zum Mediengestalter

Eine Art, zum Beruf des Webdesigners zu kommen, ist der Weg über die Ausbildung zum Mediengestalter. Die duale Ausbildung als Mediengestalter Digital und Print gibt es meist drei Fachrichtungen: Beratung und Planung, Konzeption und Visualisierung, und Gestaltung und Technik.

Als Mediengestalter lernt man die Bereiche Webdesign, Bildbearbeitung, Typografie und Desktop Publishing kennen. Vor allem der Bereich ‚Gestaltung und Technik‘ ist für zukünftige Webdesigner von großem Interesse. Wer sich nach Beendigung der Ausbildung noch weiter in diese Richtung spezialisieren will, kann das mit Fort- und Weiterbildungen machen. Voraussetzung für die 3-jährige Ausbildung ist der mittlere Bildungsabschluss.

Webdesign Studium: Der andere Weg in die ‚Digitalen Medien‘

Auch die Universitäten und Fachhochschulen bieten Studienrichtungen an, die einige der Kompetenzen des Webdesigners abdecken, z.B. Studiengänge wie ‚Digitale Medien‘ oder ‚Medieninformatik`. Auch private Institutionen wie das Macromedia Institut bieten Möglichkeiten für ein Webdesign Studium an.

Meist dauert das Grundstudium 3 Jahre, viele Hochschulen bieten aber auch teilweise berufsbegleitende Ausbildungsangebote zum Webdesigner an.

Wo arbeiten Webdesigner? Berlin, Hamburg, München, zuhause oder im Büro…

Hat man die Qualifikation zum Webdesigner gepackt, steht die Frage im Raum: Wie und wo kann ich damit arbeiten? Die Antwort ist so einfach wie kompliziert: überall.

Immer mehr Webdesigner sind als Freelancer unterwegs und arbeiten selbstständig (siehe unser Artikel zu Berlin als idealer Standort für Freelancer und Webdesign). Ansonsten finden Webdesigner auch Platz in Werbeagenturen, Multimedia-Agenturen, Corporate-Design-Agenturen oder Agenturen für Social-Media-Kanäle. Ist der Webdesigner in einer Agentur tätig, kümmert er sich meistens um das Interface-Design, während der Programmierer die Umsetzung übernimmt. Als Teil eines Teams bestehend aus verschiedenen Spezialisten und Fachexperten (Netzwerkadministratoren, Content-Manager, Webmaster und Softwareentwickler) sind sie für das ‚Look and Feel‘ einer Website verantwortlich.

Was verdient ein Webdesigner?

Neben der Genugtuung im World Wide Web mitzumischen, kann ein Webdesigner auf ein jährliches Bruttogehalt von ca. 30.000 Euro hoffen – je nach Tätigkeit können die Gehälter aber auch deutlich höher oder niedriger ausfallen.

Und how much is the fish?

Finden wir es heraus! Ob Einsteiger oder erfahrener Webseitenbetreiber, es gibt für jedes Budget die passende Lösung:

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  • 1.500 - 2.500€
  • 2.500 - 4.000€
  • 4.000 - 6.000€
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