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WEBDESIGN UND ABLENKUNGSMANÖVER?

In meinem Artikel „Webdesign Tipps zum Thema Konzeption“ habe ich bereits angesprochen, wie Sie die Frequenz Ihrer (Erst)-Kundenkontakte erhöhen und steuern können. Um das Thema noch etwas zu vertiefen, möchte ich heute zusätzlich ein besonders Augenmerk auf das Thema Ablenkung und Aufmerksamkeit legen. Denn Ablenkung ist noch immer ein bei weitem unterschätzter und viel zu häufig übersehener Faktor, der eine erfolgreiche Conversion (Kundenkontakt/Anfrage) negativ beeinflusst. Wenn dann zusätzlich noch unverhältnismäßig viel Aufmerksamkeit vom User/Kunden verlangt wird, wirkt sich das spürbar negativ auf das Anfrageverhalten Ihrer Besucher aus. Dem wollen –und können wir entgegenwirken.

Elemente, welche die Aufmerksamkeit des Users vom eigentlichen Ziel ablenken, sind meistens redundant und so gut wie immer verzichtbar. Sie sollten daher vermieden werden. Auf Internetseiten werden die meisten Fehler im Bereich der Bildauswahl und Positionierung gemacht. Zwar sind große Bild- oder Header-Bereiche, die für das Auge den Beginn einer Website markieren, ein gutes Mittel, um den Besucher in den ersten und besonders kritischen Sekundenbruchteilen und Sekunden auf der Seite zu halten – sie bewirken jedoch das genaue Gegenteil (sind kontraproduktiv), wenn sie keine exakte, keine passende und packende Aussage liefern, die den folgenden Inhalt attraktiv wirken lassen. Vor noch nicht allzu langer Zeit war eine ganze Screendesign-Kultur der Redundanz und einer Ästhetik um ihrer selbst willlen regelrecht verfallen. Apple, Windows Vista und andere „Trendsetter“ im Bereich Screendesign machten es uns vor – und wir machten es (mich eingeschlossen) nach. Glossy, Verläufe, fotorealistische Schatten und der ständige Versuch, mehr oder weniger natürliche Materialien auf den Bildschirm zu zaubern: Das alles hat zwar unsere Photoshop-Fähigkeiten deutlich erweitert, es war aber (mit einem gewissen Abstand gesehen) für die Conversion-Rate einer Website oder eines digitalen Produkts nicht sonderlich hilfreich und ist somit im günstigsten Fall als überflüssig anzusehen.

Bildschirmauflösungen und der „Above the fold“ Aspekt:

above the fold

Auf Grund von Farben und Formen entscheiden sich Erstbesucher meistens binnen weniger als einer Sekunde entweder für das Bleiben auf oder für das Verlassen einer Website. Dieser Aspekt ist unausweichlich auch mit den Bildschirmauflösungen der Geräte der Besucher verknüpft. Welche Auflösung Sie als Betreiber einer Internetseite auch immer verwenden und als „normal“ und verbreitet ansehen – Sie sollten niemals davon ausgehen, dass dies auch den Bildschirmauflösungen bei Ihren Besuchern bzw. potentiellen Neukunden entspricht.

Der Above-The-Fold-Bereich steht für den Bereich, welcher für den User sofort sichtbar ist. Hier entscheidet sich, ob er seinen Besuch um weitere 3-4 Sekunden verlängert und bei einem für ihn relevanten Ankerpunkt verweilt – oder die Seite wieder verlässt, und das geschieht in der Regel für immer. In diesen ersten kritischen Sekunden konkurrieren meist viele verschiedene Elemente um die kostbare Aufmerksamkeit. Gerade hier gilt es, die Formel „Avoid Distraction, Create Attention“ intensiv einzusezten. Studien (LINK dazu) besagen, dass der Above-The-Fold- Bereich auch (und besonders) im Jahr 2014 mittlerweile 80 % der Aufmerksamkeit der User erhält. Dies liegt unter anderem daran, dass User aufgrund der immer größer werdenden Auswahl an Websites und Inhalten des Web immer weniger Zeit zu investieren in der Lage sind, wenn es um die Beurteilung von Inhalten geht. Entwedet zündet etwas sofort – oder eben nicht. Bei über 400 verschiedenen Auflösungen wird es allerdings ziemlich schwierig, den relevanten Content immer korrekt zu platzieren. Achten Sie daher auch bei Responsive-Layouts und -Konzeptionen auf den Aspekt „Avoid Distraction, Create Attention.“

Design und Konzeption für „die restlichen 20% der Website“

Bringen Sie die Besucher Ihrer Seite in Bewegung. Fördern Sie das Scrollen. Gestalten Sie den Fold (die Falzlinie) so, dass der User weiterscrollen muss. Legen Sie die Linie im Falle eines Spaltenlayouts versetzt an. Oder arbeiten Sie mit Headerbildern, welche einen Großteil des Bildes und vor allem den textlichen Inhalt freigeben, gleichzeitig aber zum Scrollen animieren. Oder sagen Sie es Ihren Besuchern explizit: Platzieren Sie sinnvolle Pfeile und Ankerpunkte. Diese können von „oben nach unten“ zum Thema gesetzt werden, als Direktlinks zum Kontakt und vieles mehr. Fazit: Ein gesunder Mix aus sinnvollen Call-to-Action-Elementen, ein wachsames Auge auf den Above-The-Fold-Bereich, der Verzicht auf möglichst alle ablenkenden Elemente sowie unkommentierte Usability-Tests mit kritischen Menschen, die sich ohne Hilfe auf Ihrer Website zurechtfinden sollen, können helfen, die Conversion-Rate und Anfragerate Ihrer Website spürbar zu verbessern.

Fazit:

Ein gesunder Mix aus sinnvollen call to action Elementen, Verzicht auf eine ganze Reihen von redundanten Elementen, sowie einem wachsamen Auge bzgl. dem Above the fold Aspekt wird die Conversion/Anfragerate Ihrer Website spürbar verbessern.

Und how much is the fish?

Finden wir es heraus! Ob Einsteiger oder erfahrener Webseitenbetreiber, es gibt für jedes Budget die passende Lösung:

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